Unsere Therapiekonzepte

Manuelle Stimmtherapie nach Gabriele Münch

Diese Therapieform bieten wir in unseren Praxen in Leipzig und Eichstätt an.

Allgemeines

Die manuelle Stimmtherapie ist unsere besondere Therapieform bei funktionellen Stimmstörungen, entstanden aus der Osteopathie.

Die manuelle Stimmtherapie bezeichnet eine mit den Händen ausgeführte Methode, bei der funktionelle Störungen der Atem- , Artikulations-, Stimm- und der am Schluckakt beteiligten Organe behandelt werden. Dadurch soll die Beweglichkeit und damit die Leistungsfähigkeit dieser Strukturen verbessert bzw. wiederhergestellt werden. Der Therapeut untersucht die betroffene Muskulatur auf Spannungsunterschiede, Bewegungseinschränkungen sowie Druckschmerzempfindungen.

Durchführung

Der Patient übernimmt bei dieser Methode zunächst eine passive Rolle und lässt den Therapeuten durch Massagegriffe, passive Dehnungen und Lagerungstechniken an seinem Körper arbeiten, damit ein Spannungsausgleich der Muskulatur erzeugt wird. Hierbei verbessert sich auch schon die Körperwahrnehmung des Patienten im Bezug auf die behandelte Körperregion. Es kann ebenso passiv-aktiv gearbeitet werden, wobei der zu Behandelnde die Arbeit des Therapeuten unterstützen kann, z. B. durch Ausatmung und damit Entspannung der Muskulatur.

Bei funktionellen Stimmstörungen sind aufgrund von Tonusdysbalancen immer mehrere Muskelgruppen zu behandeln. Beispielsweise ist eine Muskelgruppe überspannt, sodass ihre Gegenspieler nachgeben und in Unterspannung gehen. Mithilfe der manuellen Stimmtherapie werden die überspannten Muskelgruppen durch Schiebe- oder Zugtechniken entspannt, während die unterspannten Muskelgruppen durch aktives Üben trainiert werden.

Bereits 20 Minuten nach manualtherapeutischer Behandlung verbessert sich die Schwingung der Stimmbandschleimhäute. Wenn innerhalb der ersten beiden Behandlungen keine Fortschritte zu verzeichnen sind, kann davon ausgegangen werden, dass die Muskelfehlspannung im Hals-, Nacken-, Kehlkopf- oder Atembereich nicht die ursächliche oder einzige Erklärung für die vorhandene Atem- , Sprech-, Stimm- oder Schluckstörung ist.

Diese Muskelgruppen können bei funktionellen Stimmstörungen betroffen sein:

  • Atemmuskulatur
  • innere Kehlkopfmuskulatur
  • äußere Kehlkopfmuskulatur

Der Therapeut achtet bei der Erstuntersuchung natürlich auch auf die Gesamterscheinung des Muskelapparates und erstellt einen Sicht-, Tast- und Bewegungsbefund.

Mögliche Ursachen für Muskeldysbalancen

  • Gelenkblockaden
  • andere Primärerkrankungen (z. B. neurologische Ursache, Karzinome, psychische Erkrankungen)
  • Traumata
  • Frakturen
  • Stress

Kontraindikationen

  • Epilepsie
  • Herzschrittmacher/Hirnschrittmacher
  • Osteoporose
  • akute Frakturen sowie bei eingesetzten Schrauben oder Platten nach Frakturen